Auf der Alm

Jeden Sommer vollzieht sich aufs Neue im Villnösstal ein Rhythmus, der vor viertausend Jahren begann, als die ersten Schafe vom Tal auf die schneefreien Almen zogen.

Herden von weißen, braunen und schwarzen Wollknäueln sind es auch heute noch, die Schafe auf der Alm im Villnösstal.

Es ist immer wieder ein Erlebnis, von weit her ihre Glocken zu hören und dann nach den wolligen Vierbeinern Ausschau zu halten.

Die lieblichen Tiere erfreuen nicht nur den Wanderer, sie tragen wesentlich zur Pflege und Erhaltung unserer Landschaft bei. Bekanntlich hat die Natur den besten Rasenmäher selbst erfunden. Die Villnösser Schafe machen nicht nur määääh, sie mähen auch, allerorts und unverdrossen. Tag für Tag können sie problemlos Wind und Wetter trotzen.

Das spiegelt sich in ihrer Wolle wieder. Ihr Charakter, ihre Farbnuancen verändern sich nach Saison. Und darauf gehen wir ein.

Damit arbeiten wir, und das gefällt uns.

Und jeden Herbst warten wir schon gespannt auf diese Naturwolle der Villnösser Schafe.

Villnösser Brillenschaf

Die Schafhaltung hat im Villnösstal eine alte Tradition, nachweislich seit 4000 Jahren und ist etwas besonderes, da noch eine sehr alte Schafrasse gehalten wird, nämlich das Villnösser Schaf. 

Typisch für das weiße Villnösser Schaf in Südtirol sind die schwarzen Farbzeichnungen um Augen und Ohren. 

Deshalb wird es in Südtirol auch oft Brillenschaf genannt. Heute seltener ist das einheitlich braune und schwarze Villnösser Schaf.

Das Villnösser Schaf zählt zu den vom Aussterben bedrohten Schafrassen. Es ist dem Bemühen der Schafzüchter zu verdanken, dass der Bestand heute auf etwa 3000 Tiere wieder angewachsen ist.

In Südtirol kommen diese Schafe nur mehr in einigen Dolomitentälern, im Besonderen in Villnöss, vor.

Tiroler Bergschaf

In Südtirol sind zudem das Tiroler Bergschaf und das schwarz – braune Bergschaf weit verbreitet.

Das Vlies des Tiroler Bergschafs ist einheitlich weiß, mit einer langen schlichten bis gewellten Wolle. 

Das Schwarz – Braune Bergschaf aus Südtirol ist dem weißen Tiroler Bergschaf ähnlich. Die Besonderheit liegt in der hell- bis dunkelbraunen oder schwarzen Wollfarbe und in der hochwertigen Wollqualität